Ketamin

(623) Glycin (120mg/kgKG intraperitoneal einmalig) und L- Serin (168 mg/kgKG intraperitoneal einmalig) nach einer mit einer mit Ketamin behandelten, LPS-induzierten Depression im Mausmodell attenuieren eine Depression zusätzlich (Vorsicht: diese Aussage ist eine Inferenz!); die Freisetzung dieser Aminosäuren durch Ketamin aus dem Skelettmuskel scheint einen Teil der antidepressiven Wirkung des Ketamins auszumachen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31321459/

(635) Die Plasmaspiegel an BDNF 240 Minuten nach Ketamin-Infusion korrelieren stark mit der Response.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24103211/

(636) Ein niedriges Vitamin B12 sagt die Response/Nonresponse gegenüber Ketamin voraus, Folsäure und BDNF nicht. (klinische Studie bei bipolarer Depression)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24946433/

(637) S- Ketamin inhibiert enantioselektiv den Transport von D- Serin in Neuronen. Gleichzeitig aktivieren beide Enantiomere die Expression der Serinracemase, wodurch es durch beide Enantiomere zu einem Abfall des intrazellulären D-Serins kommt.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26140427

(645) Die Gabe von Magnesium zu einer Ketamin-Therapie verbessert nicht deren antidepressive Wirkung.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27660449/

(648) Kreatin (10mg/kgKG als akute Einzelgabe) verbessert deutlich im Depressions-Mausmodell (durch chronische Corticosteron-Gabe erzeugt) verlängerte Immobilitätszeiten, ebenso wie Ketamin; eine Hemmung von mTOR macht diese Verbesserung rückgängig.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26660117/

(655) Betain verbessert zahlreiche Parameter eines depressiven Verhaltens bei Mäusen, vergleichbar mit Ketamin und hebt psychotomimetische Effekte des Ketamins auf. Der häufigste Sweet Spot für die Effekte liegt bei einer Betain-Dosierung von 30mg/kgKG. (Tierstudie)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27363702/

(634) Die Plasmakonzentration an Serin (sowohl in der D- als auch in der L-Form) ist (bei deutlicher Erhöhung) ein guter Kandidat als Biomarker für Non-Response auf Ketamin bei therapierefraktärer Depression. 7/8 Respondern hatten ein Plasma-L-Serin von unter 50µM, 12/13 Nonrespondern ein Plasma-L-Serin von weit über 210µM. Allerdings lagen beide Ausreißer in den Gruppen sehr nahe am Trennkriterium von 50% Depressions-Score-Verbesserung.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25056852/

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