Tryptophan

(152) Beim Chronic Fatigue Syndrom bestehen häufige Aminosäuremängel, vor allem Phenylalanin und Tryptophan, es kommt zu einer Besserung unter Supplementation; Nebenwirkungen sind rein gastrointestinal.

http://www.nordiclabs.com/ProductPDF/Amino-Acids_Chronic_Fatigue_1076.pdf

(177) Beim CRPS finden sich erhöhte Werte an Asparaginsäure, Glutaminsäure, Ornithin, vermindertes Tryptophan und Arginin im Plasma. Es besteht eine Korrelation zwischen Schmerzstärke und Glutaminsäure im Plasma.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24303215/

(189) Es kommt zu verstärktem Binge-Eating unter Tryptophan-Depletion bei Patientinnen mit Bulimie, die SSRI einnehmen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19721848/

(233) In einer metabolomischen Untersuchung bestehen bei der Fibromyalgie deutliche Abweichungen insbesondere im Stoffwechsel von Vitamin B5 und Tryptophan.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32677448/

(253) Eine akute Tryptophan-Depletion bei Patientinnen mit Anorexia nervosa führt zu einer Abnahme der Angst. Die Autoren bringen vor, dass die Nahrungsrestriktion einen Mechanismus zur Angstreduktion darstellt.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12655621/

(273) Bei 15 Frauen mit wiederholter schwerer Depression führt eine akute Nichtzufuhr von Tryptophan während einer nichtdepressiven Phase zu einem vorübergehenden Auftreten von depressiven Symptomen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9093253/

(313) Eine umfassende Metaanalyse findet bei Depression positive Effekte für S-Adenosyl- Methionin (Dosierungen 800-1600mg/Tag), Folsäure (0.5-10mg/Tag), Folsäure plus Vitamin B12 plus Vitamin B6, Methylfolat (15-30mg/Tag), Vitamin B12 (1000µg s.c./Tag), Omega-3-Fettsäuren (1-4.4g/Tag), Tryptophan (4-18g/Tag bzw. 0.1g/kgKG/Tag), Zink (25mg/Tag), Vitamin C (1g/Tag), Vitamin D (1500 IE/Tag), Aminosäuren-Mischungen, Kreatin (5g/Tag).

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27113121/

(314) Notwendige Cofaktoren für die Synthese von Serotonin und Melatonin aus Tryptophan sind Folsäure (methyliert), Calcium, Vitamin B3, Zink, Magnesium, Vitamin B6 als Pyridoxalphosphat und Vitamin C, für die Umwandlung in Melatonin zusätzlich Eisen und S-Adenosyl- Methionin.

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/B9780123969880000143

(372) Bei Kindern mit ADHS gibt statistisch signifikante (aber an den Einzelwerten schlecht ableitbare) Veränderungen: Histidin, Glutamin und Prolin sind vermindert, Asparaginsäure, Glutaminsäure und Hydroxyprolin sind erhöht. In anderen Studien berichtete Unterschiede bei Phenylalanin, Tyrosin und Tryptophan wurden nicht beobachtet.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33786176/

(396) Eine akute Tryptophan-Depletion verstärkt die Symptome eines prämenstruellen Syndroms. Tyrosin zeigt eine prämenstruelle Abnahme.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7798465/

(466) Änderungen im Tryptophan- und Lipidstoffwechsel im Hundemodell werden mit ADHS-artigen Symptomen in einer metabolomischen Studie am Hund in Verbindung gebracht. Bindeglied hierbei soll das Mikrobiom sein, ein Zusammenhang mit Vitamin B6 wurde dabei nicht hergestellt oder untersucht.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27686065/

(474) Beim prämenstruellen Syndrom wird die Produktion von Serotonin unter Gabe von intravenösem Tryptophan in der Lutealphase gegenüber einer gesunden Vergleichsgruppe nicht gefördert.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10632430/

(476) Tryptophan (2g 3mal täglich zwischen Eisprung und drittem Tag der Menstruation, für drei Zyklen) senkt die affektiven Probleme beim prämenstruellen Syndrom klinisch deutlich. (randomisiert-kontrollierte Studie, n=63 (vollständig abgeschlossen), Hedges g pre/post in der Verumgruppe = 1,14)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10023508/

(478) In einer open-label-Studie mit jeweils einmaliger Gabe von Blaubeerextrakt, 2g Tryptophan und 10g Tyrosin kann ein "Baby-Blues" als möglicher Vorläufer einer postpartalen Depression verhindert werden. (Tage 3-5 post partum)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28289215/

(552) Bei Long COVID bestehen in einer metabolomischen Analyse Veränderungen bei Cystein (vermindert), Glutathion (vermindert), Taurin (vermindert), Serin (vermindert), Alanin (vermindert), Glycin (vermindert), Glutamin (vermindert), S-Adenosyl- Homocystein, Kynureninsäure (erhöht), Nicotinsäure (erhöht), Tryptophan (vermindert).

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32559180/

(581) Eine akute Depletion von entweder Tryptophan oder Phenylalanin und Tyrosin verschlechtert die Stimmung, Energie und Reizbarkeit in einer physiologischen Studie an 12 gesunden Frauen.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10633491/

(620) Urinmetabolite können eine schwere Depression gut von gesunden Kontrollen unterscheiden, unter anderem Metabolite aus der endogenen Vitamin B3-Synthese aus Tryptophan und dem Aminosäure-Stoffwechsel.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28624318/

(501) Beim Reizdarmsyndrom hilfreiche Aminosäuren im Tierexperiment sind unter anderem Glutamin, Arginin, Methionin bzw. Cystein, Tryptophan und Glycin.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28832517/

(643) Bei der Endometriose ist die Zellatmung im Endometrium und Endometriose-Gewebe gegenüber Gesunden (Tiermodell: Makaken) vermindert, Carnitin, FAD und Tryptophan sind ebenfalls vermindert. NADH ist nur in Endometriose-Gewebe vermindert.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31445519/

(660) Evidenz für eine unterstützende Therapie der Depression (zusätzlich zur Psychopharmakotherapie) besteht für S-Adenosylmethionin, Methylfolat, Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D. Die Studienlage für Zink, Folsäure, Vitamin C und Tryptophan ist tendenziell negativ. Einzelne positive Studien existieren für Kreatin, Folinsäure und Aminosäure-Mischungen. (systematischer Review)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27113121/

(664) Eine antenatale Depression ist deutlich assoziiert mit verminderten Spiegeln an Carnitin und Betain, suizidale Vorstellungen sind deutlich assoziiert mit 5-Hydroxy tryptophan, Phenylalanin, Betain, Vitamin B1, Cholin, Lysin und Methionin. (Metabolomische Studie)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31744743/

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